14. Helga Pedersen Moot Court Competition (WS 25/26)
Über die „Helga Pedersen Moot Court Competition“ (HPMCC)
Die HPMCC bietet Studierenden die einzigartige Möglichkeit, die Grundsätze der Europäischen Menschenrechtskonvention in Aktion zu erleben. Die Teilnehmenden setzen sich mit dem Rechtsgebiet auseinander, indem die Rolle der Prozesspartien in einem simulierten Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einnehmen, das vollständig in englischer Sprache durchgeführt wird.
Der Wettbewerb ist nach Helga Pedersen benannt, einer wegweisenden dänischen Juristin, deren herausragende Karriere als Richterin, dänische Parlamentarierin und Verfechterin von Gerechtigkeit und Frauenrechten ein bedeutendes Vermächtnis im europäischen Recht hinterlassen hat. 1971 wurde sie als erste Frau zum Mitglied des EGMR ernannt. In Anerkennung ihrer inspirierenden Karriere wurde der Moot Court trägt der Moot Court ihren Namen.
Wettbewerbsablauf
Der HPMCC besteht aus mehreren Phasen:
- Schriftsätze: Die Teams erstellen zunächst zwei detaillierte Schriftsätze, einen für den Antragsteller (der behauptet, dass seine Rechte verletzt wurden) und einen für den Beklagten (ein fiktiver Staat), die auf einem hypothetischen Fall beruhen.
- Regionalrunden: Die Teams ziehen dann in eine mündliche regionale Runde ein, in der sie vor einer 3-köpfigen Richterbank beide Seiten des Falles vertreten.
- Finale in Straßburg: Die 18 besten Teams werden zur mündlichen Endrunde nach Straßburg eingeladen. Diese einzigartige Erfahrung umfasst das Plädieren sowohl im Palais de l'Europe als auch in den Räumen des EGMR.
Weitere Informationen findest du auch auf der offiziellen Website der HPMCC: https://helgapedersenmoot.elsa.org/
Warum teilnehmen?
Die Teilnahme am HPMCC bietet viele Vorteile:
- Praktische Kompetenzen: Du entwickelst deine Fähigkeiten in den Bereichen Rechtsrecherche, überzeugendes Schreiben und mündliche Vertretung in englischer Sprache.
- Networking: Du hast die Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld wertvolle Kontakte zu Teamkolleg*innen, Studierenden und Jurist*innen aus ganz Europa zu knüpfen.
- Freisemester: Die Teilnahme kann als Freisemester bei der Vorbereitung auf das erste Staatsexamen anerkannt werden (§ 25 II 2 Nr. 5 JAG NRW).
- Studienleistung: Du kannst den Wettbewerb zur Erfüllung der Fremdsprachenanforderung (Fremdsprachennachweis, § 7 I Nr. 3 JAG NRW) nutzen.
- Chance: Den Mitgliedern des Gewinnerteams wird ein Praktikum beim EGMR angeboten.
Wie du dem nächsten Team beitreten kannst
Unser Team an der Universität zu Köln beginnt seine Arbeit im September, und die Endrunde des Wettbewerbs findet in der Regel im Mai oder Juni des folgenden Jahres statt.
Wenn du dich für das nächste Team bewerben möchtest, beachte bitte Folgendes:
- Bewerbungszeitraum: Juni/Juli (wird noch bekannt gegeben).
- Bewerbungskontakt: Sende deine Bewerbung an hpmcc-mootcourt@uni-koeln.de
- Bewerbungsunterlagen:
- Ein Motivationsschreiben in englischer Sprache
- Lebenslauf
- Aktueller Nachweis der Studienleistungen
- Alle weiteren relevanten Nachweise
Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir gerne per E-Mail anhpmcc-mootcourt(at)uni-koeln(dot)dezur Verfügung.
Aktuelles Team
Aleksandra Çakmak
Aleksandra Çakmak (21) studiert Rechtswissenschaften im siebten Semester an der Universität zu Köln. Sie wurde in Istanbul geboren und wuchs dort in einem binationalen familiären Umfeld auf. Ihre Schullaufbahn absolvierte sie an einem deutschsprachigen Gymnasium in Istanbul, wo sie das International Baccalaureate Diploma Programme (IB DP) erfolgreich abschloss. Das IB DP sowie ihr multikultureller Hintergrund weckten früh ihr Interesse an internationalen Fragstellungen. Dieses Interesse wurde durch im Studium weiter vertieft, insbesondere durch die Teilnahme am Certificate of US Law (CUSL). Durch die Teilnahme am HPMCC möchte sie ihr Verständnis für Menschenrechte vertiefen, ihre mündliche Argumentationsfähigkeit schärfen und sich mit nationalen sowie internationalen Jurastudierende auszutauschen.
Aria Sayan
Aria Sayan (22) studiert Rechtswissenschaften im siebten Semester an der Universität zu Köln. Geprägt durch ihr Aufwachsen in einer kurdischen Familie, in der Fragen von Staatlichkeit, Freiheitsrechten und Menschenwürde alltägliche Gesprächsthemen waren, entwickelte sie früh ein starkes Interesse für Völkerrecht und den Schutz der Menschenrechte. Neben juristischen Tätigkeiten als Werksstudentin ist Aria ehrenamtlich aktiv: Als Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und Mitbegründerin einer Demokratie-AG organisiert sie Formate zur politischen Bildung. In der Amnesty International Hochschulgruppe Köln setzt sie sich für Menschenrechte ein, während sie bei Applicaid bildungsbenachteiligte Studierende unterstützt. Als Studienbotschafterin der Universität zu Köln engagiert sie sich nunmehr für Chancengleichheit im Hochschulzugang. Durch die Teilnahme am HPMCC möchte Aria ihre juristischen, sprachlichen und rhetorischen Fähigkeiten in einem internationalen Umfeld praxisnah vertiefen, komplexe menschenrechtliche Fragestellungen bearbeiten und den interkulturellen Austausch mit Studierenden aus ganz Europa fördern.
Felix Heider
Felix Heider (22) studiert Rechtswissenschaften im dritten Semester an der Universität zu Köln. Zuvor absolvierte er einen Bachelor in englischen Rechtswissenschaften am University College London. Während seiner Arbeit beim Rettungsdienst des österreichischen Roten Kreuzes entwickelte er sein Interesse für den Schutz vulnerabler Gruppen. Im Studium entwickelte sich daraus ein Interesse für internationales Recht und Menschenrechte, wobei er im zweiten Semester schon die Schwerpunktbereichsprüfung Internationale Menschenrechte auf Englisch schrieb. Durch die Teilnahme am HPMCC möchte Felix seine Erfahrung mit Gemeinschaftsrecht und englischsprachigem Mooting nutzen, sowie seine Kenntnisse im Bereich Menschenrechtsschutz erweitern. Er freut sich, seine Rhetorikfähigkeiten zu verbessern und die internationale juristische Interessensvertretung kennenzulernen. Er hofft, von erfahrenen Juristen lernen zu dürfen und Eindrücke von internationalen Teilnehmern zu sammeln.
Jannis Brandt
Jannis Brandt (22) studiert Rechtswissenschaften im sechsten Semester an der Universität zu Köln. Seine Begeisterung für juristische und politische Debatten wurde bereits während seiner Schulzeit im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ entfacht. Seine schulische Projektarbeit schrieb Jannis zum Thema der Vision der Vereinigten Staaten von Europa. Seitdem begleitet ihn ein besonderes Interesse für ein vernetztes Europa. Sein Interesse für Menschenrechte den Schutz von Minderheiten verstärkte sich unter anderem durch die Grundrechtevorlesung von Frau Prof. Nußberger (ehemalige Richterin am EGMR) und seine Vorbereitungsseminararbeit zum Thema des Schutzes von Sitzblockaden durch die Versammlungsfreiheit. Der Teilnahme am HPMCC sieht Jannis voller Vorfreude entgegen und erhofft sich einen tieferen Einblick in menschenrechtliche Themen, die Möglichkeit, mit anderen internationalen Teilnehmenden in den Austausch zu treten sowie seine juristischen Englischkenntnisse zu vertiefen und zu festigen.
Veronika Stockinger
Veronika Stockinger (27) studierte Rechtswissenschaften an der Universität Passau. Ihr Interesse an unterschiedlichen rechtlichen Perspektiven führte sie zum zeitgleichen Bachelorstudium im englischen Common Law über die University of London sowie für ein Auslandsjahr an die University of Hull. Mit der erfolgreichen Teilnahme an der 10. HPMCC (das Team erhielt eine Auszeichnung für den besten Schriftsatz auf der Beklagtenseite und erreichte insgesamt den 2. Platz) konnte sie ihre Begeisterung für menschenrechtlichen Fragestellungen ausleben und ihre diesbezüglichen Kenntnisse vertiefen. Seit Mai 2024 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz. Sie hat bereits das Köllner HPMCC-Team 2024/25 erfolgreich gecoacht und freut sich darauf, ihre positiven Erfahrungen als Coach an das Kölner Team der 14. Edition weiterzugeben.
Flávia Oliveira Ribeiro
Flávia Oliveira Ribeiro (31) studierte Rechtswissenschaften an der São Paulo State University in Brasilien. 2020 wurde sie in Brasilien als Rechtsanwältin zugelassen. 2023 schloss sie ihr Masterstudium der Rechtswissenschaften an derselben Universität ab. Als Zusatzausbildung nahm sie an einem Kurs über internationales Flüchtlingsrecht des International Institute of Humanitarian Law in Sanremo, Italien, (2023) sowie am Pre-College Program in International Politics and Law der Boston University in den USA (2010) teil. Ihre Arbeitserfahrung umfasst zweieinhalb Jahre Rechtsreferendariat bei einer Zivilrichterin sowie ehrenamtliche Arbeit beim Caritas-Flüchtlingsdienst in São Paulo (Brasilien). Als Wissenschaftlerin war sie an der Organisation von Veranstaltungen wie dem UN Global Refugee Forum 2023 in Genf (Schweiz) im Rahmen des Global Academic Interdisciplinary Network (GAIN) beteiligt. Seit Mai 2024 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz und freut sich darauf, das Kölner Team der 14. HPMCC zu coachen.
Ehemalige Teams
Veronika Stockinger & Flávia Oliveira Ribeiro
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz
Kerpener Str. 30
50937 Köln
(Verantwortlich für den Inhalt der Seite ist das Moot Court Team)