Franziska Michel
Franziska Michel studierte Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und absolvierte ein LL.M.-Studium an der University of Glasgow in Schottland. Sie schloss ihre erste juristische Staatsprüfung im Jahre 2020 ab.
Ihr Rechtsreferendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf beinhaltete unter anderem Stationen bei der Europäischen Kommission im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter, im Öffentlichen Wirtschaftsrecht bei einer international tätigen Anwaltskanzlei sowie bei der Deutschen Botschaft in Hanoi, Vietnam. Im April 2023 legte Franziska das zweite juristische Staatsexamen erfolgreich ab. Anschließend arbeitete sie als juristische Mitarbeiterin im Bereich Umweltrecht in einer renommierten öffentlich-rechtlichen Kanzlei.
Seit Mai 2024 ist sie Doktorandin und seit Januar 2025 auch wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz der Universität zu Köln.
Forschungsgebiete
- Völker- und Europarecht
- Internationaler Menschenrechtsschutz
- Internationales Flüchtlingsrecht
- Umweltrecht
Aktuelles Forschungsprojekt
Franziska schreibt derzeit ihre Doktorarbeit zum Thema: „Internationale Rechtsstellung von Menschen im Kontext umweltbedingter und grenzüberschreitender Abwanderungen (Arbeitstitel)“.
Beschreibung
Internationale Rechtsstellung von Menschen im Kontext umweltbedingter und grenzüberschreitender Abwanderungen (Arbeitstitel)
Abwanderungen als Reaktion auf klimatische Veränderungen und extreme Wetterereignisse stellen grundsätzlich kein neues Phänomen dar, sondern sind seit jeher eine natürliche Anpassungsstrategie des Menschen. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen des Klimawandels wird aber übereinstimmend davon ausgegangen, dass Abwanderungen anlässlich umweltbedingter Ursachen zunehmen werden.
Aus rechtlicher Perspektive bestehen jedoch weiterhin Unsicherheiten im Hinblick auf den Umgang mit umweltbedingten Personenbewegungen. Insbesondere liegt ein diesem Phänomen explizit gewidmetes internationales Abkommen nicht vor. Die existierende rechtliche Infrastruktur, die sich gezielt mit Abwanderungen im Zusammenhang mit Umweltveränderungen auseinandersetzt, zeichnet sich vielmehr durch eine Vielzahl fragmentierter und freiwilliger Ansätze aus.
Das geplante Dissertationsvorhaben soll sich daher der derzeitigen Rechtsstellung und rechtlichen Behandlung von Menschen im Kontext umweltbedingter und grenzüberschreitender Abwanderungen widmen. Die Arbeit wird sich dabei vor allem auf die Anwendbarkeit und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Schutzmechanismen im internationalen Recht fokussieren.
Franziska Michel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin